Geschichte

Die Geschichte der freiwilligen Feuerwehr Leopoldsdorf

Chronik:

Wie oft Feuer und Wasser unsere Vorfahren in arge Not brachten, mögen einige Daten aus dem vorigen Jahrhundert zeigen.
Die Bauweise der Häuser, Ställe und Scheunen führte bei Sturm meist zu Großbränden.

So brannten 1832 alle Häuser vom Meierhof bis zum Pfarrhof und die mittlere Zeile bis zur Schule ab.

Im Dezember 1868 brannte der ganze Oberort ab, Häuser, Ställe und Scheunen 18, 19, 20, 22, 24, 25, 85, 26, 27, 28, 29, 30, 31.

Der alte Rußbach, der ohne Damm war und zwischen Kempfendorf und Gutshof als kleines Bächlein dahinrann, überschwemmte häufig das angrenzende Dorf.

1830 wurden bei der Donauüberschwemmung 18 Häuser und 35 Wirtschaftsgebäude zerstört. Kurz darauf richtete der Rußbach ebenso großen Schaden an.

Diese Katastrophen führten zur Gründung der Feuerwehr.

 

Gründung:

Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts wurde auch in Leopoldsdorf eine Feuerwehr gegründet. Auf Betreiben des Kaufmannes Robert von Hohenlocher wurde 1889 ein Gründungsausschuss gebildet bestehend aus:

 

  • Bürgermeister Sebastian Heeberger
  • Gutsherr Dr. Rudolf Ritter von Wienerwelten
  • Kaufmann Robert v. Hohenlocher
  • Gutsdirektor Ludwig Ebersbach
  • Gemeindearzt Dr. Josef Weil
  • Oberlehrer Leopold Würl und
  • den Altbürgermeistern Zimmermann, Riegl und Zier

 

Bei der Gründung des Vereines "Freiwillige Feuerwehr und Rettungswesen Leopoldsdorf i. M." wurden gewählt:

 

  • Obmann: Bgm. Sebastian Heeberger
  • Hauptmann: Robert v. Hohenlocher
  • Hauptmann-Stv.: Mathias Schmid
  • Schriftführer: Leopold Würl
  • Hornist: Johann Eder
  • Fahnenjunker: Alexander Niedermayer
  • Zeugwarte: Hansi, Wenzl

 

Der Protektor des Vereines Dr. Rudolf Wiener Ritter von Welten wurde zum Ehrenhauptmann gewählt.

 

1889: Die Mannschaft bestand aus 24 Mann. Die Zwillichmonturen wurden vom Protektor gekauft.
Ausgebildet wurden die Feuerwehrmänner vom Instruktor Julius Pollitzer der FF Hernals. Die Ausrüstung bestand aus Feuerhaken Eimern, Bütteln und Beilen.
Zur Verfügung stand eine schwere, gusseiserne Handpumpe mit geringer Reichweite.
Als Zeughaus diente die alte Feuerhütte, die dort war, wo heute die Garage von Hr. Widhalm steht.
Zur Wasserentnahme gab es einen Feuerbrunnen (heute Springbrunnen im Schubertpark).
Bis 1875 war dort ein Löschteich, zugleich auch Viehtränke und Pferdeschwemme.
Wasser gab es aber genug in den Lacken (Schotter-, Kuh-, Bäcker-, Schneiderlacke), die heute alle ausgetrocknet sind.