019 / 13.10.2012 / Einsatzübung / Verkehrsunfall

 

Es ist Freitag, der 12. Oktober 2012, 18:04 Uhr.

Während der Großteil der Bevölkerung von Leopoldsdorf, Raasdorf und Rutzendorf bereits den wohlverdienten Feierabend genießen kann, erhält ein kleiner Teil an freiwilligen HelferInnen eine SMS mit der Nachricht "Stiller Alarm für FF Leopoldsdorf". Beim Eintreffen am Unfallort bietet sich den Einsatzkräften ein schockierendes Bild: Ein aus einer Einfahrt heraus fahrender LKW-Fahrer, welcher einen Herzinfarkt erlitten hat, verursachte einen Unfall mit 3 PKW und deren zum Teil schwer verletzten 5 Fahrzeuginsassen. Tragischerweise befindet sich darunter auch ein Kleinkind.


Was leider Realität sein könnte, ist in diesem Fall eine Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehren Leopoldsdorf, Raasdorf und Rutzendorf, sowie der Rettungskräfte des Roten Kreuzes Groß-Enzersdorf und der Johanniter Unfallhilfe.

Die folgenden Bilder und Beschreibungen stellen lediglich einen inszenierten Verkehrsunfall dar, bei dem Niemand ernsthaft verletzt wurde.

Der auf der Seite liegende von links kommende PKW konnte dem LKW zwar gerade noch ausweichen, um eine Kollision zu verhindern, überschlug sich beim Ausweichmanöver jedoch und kam auf der Seite liegend zum Stillstand. In diesem Fahrzeug befinden sich zwei Personen, die von der Feuerwehr befreit und von den Rettungseinsatzkräften behandelt werden müssen. In den beiden anderen PKWs befindet sich eine Mutter mit einem Kleinkind, das als erstes von den Rettungskräften erfolgreich reanimiert und behandelt werden kann, sowie eine Insassin mit schweren Gesichtsverletzungen, die ebenfalls geborgen werden muss.

Die schwer verletzte Mutter des Kleinkinds (im rechten Bild) schreit verzweifelt nach ihrem Kind und wird von der Rettungseinsatzkraft zunächst beruhigt.

Der Einsatzleiter der Feuerwehr - in diesem Fall der Feuerwehr Leopoldsdorf im Marchfelde - gibt Anweisungen.

Nun trifft auch das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Leopoldsdorf ein und bereitet sich zur Sicherheit auf einen Schaumlösch-Angriff vor, da bei den Unfallfahrzeugen Öl und Benzin austritt.

Die Rettungseinsatzkräfte behandeln das schwer verletzte Kleinkind.

Rettung der im PKW befindlichen eingeklemmten Fahrzeuginsassen.

Während der Rettung der Fahrzeuginsassen steht die Feuerwehr bereit, um im Notfall (Entzündung des ausgelaufenen Öls bzw. Treibstoffes) einen Schaumlöschangriff starten zu können.

Die schwer verletzen PKW-Insassen können erfolgreich befreit und in den Rettungshubschrauber (nicht anwesend - lediglich Übungsszenario) transportiert werden.

Leider auch Realität: Die Presse muss davon abgehalten werden, Sensationsfotos zu schießen und damit auch den Einsatz zu behindern.

Der Patient, der einen Herzinfarkt erlitten hat und bereits vom Rettungsteam behandelt wird, wird nun aus dem LKW gehoben und in den Rettungswagen transportiert.

Nachdem alle Verletzten versorgt bzw. in Spitäler gebracht sind, erfolgen nun die Aufräumarbeiten und der Abtransport der fahruntauglichen PKW.

Zwei der "schwer verletzten" PKW-Insassinnen - sehr realistisch vom Roten Kreuz Groß-Enzersdorf geschminkt.

 

Das auf die Fahrbahn ausgelaufene Öl bzw. Treibstoff wird gebunden und die Fahrzeuge zur Entfernung vorbereitet.

Die Übung kann um ca. 20 Uhr erfolgreich beendet werden und wird im gesamten Ablauf von den Feuerwehr- und Rettungsbeobachtern gelobt.

Um bei derartigen Unfallszenarien rasche und kompetente Hilfe leisten zu können - allem voran Menschenleben zu retten - werden regelmäßig Übungen der Freiwilligen Feuerwehren und Rettungseinsatzkräften organisiert.